Regulatorik

Hier erhalten Sie Informationen zu regulatorischen Maßnahmen:

Die Estably Vermögensverwaltung AG (nachfolgend „Unternehmen“) fällt unter den Begriff „Vermögensverwalter“ nach Art. 367a Ziff. 3 des liechtensteinischen Personen- und Gesellschaftsrechts (PGR) und hat daher seine Mitwirkungspolitik im Sinne von Art. 367h PGR zu beschreiben.

Das Unternehmen übt keine Aktionärsrechte i.S.v. Art. 367h Abs. 1 Ziff. 1 und 4 PGR aus, die auf einer Mitwirkung in den Gesellschaften basieren, in welche das Unternehmen im Rahmen von Vermögensverwaltungsmandaten investiert hat. Insbesondere werden keine in Bezug auf die Generalversammlungen von Aktiengesellschaften bezogenen Rechte wahrgenommen. Das Recht auf einen Gewinnanteil sowie auf Bezugsrechte werden in Rücksprache mit den Kunden wahrgenommen.

Die Überwachung wichtiger Angelegenheiten der Gesellschaften im Sinne von Art. 367h Abs. 1 Ziff. 2 PGR erfolgt durch Kenntnisnahme der gesetzlich angeordneten Berichterstattung der Gesellschaften in Finanzberichten sowie Adhoc-Mitteilungen.

Ein Meinungsaustausch mit den Gesellschaftsorganen und den Interessenträgern der Gesellschaften im Sinne von Art. 367h Abs. 1 Ziff. 3 PGR findet nicht statt.

Eine Zusammenarbeit mit anderen Aktionären oder anderen Interessensträgern im Sinne von Art. 367h Abs. 1 Ziff. 5 und 6 PGR findet nicht statt.

Beim Auftreten von Interessenkonflikten im Sinne von Art. 367h Abs. 1 Ziff. 7 PGR erfolgt eine Offenlegung gegenüber den Betroffenen entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen und eine Abklärung des weiteren Vorgehens mit denselben.

Eine jährliche Veröffentlichung über die Umsetzung der Mitwirkungspolitik im Sinne von Art. 367h Abs. 2 PGR erfolgt nicht, weil eine entsprechende Rechtewahrnehmung nicht erfolgt.

Eine Veröffentlichung des Abstimmungsverhaltens im Sinne von Art. 367h Abs. 2 PGR erfolgt nicht, weil eine Teilnahme an Abstimmungen nicht erfolgt.

Stand: Dezember 2021

Sie haben sich für eine Dienstleistung der Estably Vermögensverwaltung AG entschieden. Für Ihr Vertrauen bedanken wir uns.

Da es uns sehr wichtig ist, dass Sie mit unserer Dienstleistung zufrieden sind, informieren Sie uns bitte umgehend, falls Sie mit unserer Leistung einmal nicht zufrieden sein sollten.

Bitte verwenden Sie für eine Beschwerde folgendes Formular:

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Estably Vermögensverwaltung AG
z. Hd. Geschäftsleitung/Compliance
Postfach 765
Schaanerstrasse 29
9490 Vaduz
Liechtenstein

Ihre Beschwerde wird von unserer Compliance registriert und der Geschäftsleitung gemeldet. Es erfolgt eine umgehende Prüfung Ihrer Beschwerde und Sie erhalten innerhalb von 20 Arbeitstagen eine schriftliche Rückmeldung.

Es steht Ihnen auch die aussergerichtliche Schlichtungsstelle im Finanzdienstleistungsbereich unter www.schlichtungsstelle.li als neutrale und kostenlose Vermittlungsstelle bei Beschwerden zur Verfügung.

1. Allgemein

Die Verordnungen (EU) 2019/2088 und (EU) 2020/852 erfordern gewisse Offenlegungen zur Nachhaltigkeit von Finanzmarktteilnehmern. Mit dem vorliegenden Dokument kommt die Estably Vermögensverwaltung AG (ESTABLY) diesen Offenlegungspflichten nach.

ESTABLY ist ein Wertpapierinstitut, das für seine Kunden die Dienstleistung der Vermögensverwaltung erbringt. ESTABLY bietet im Rahmen der Vermögensverwaltung verschiedene Anlagestrategien an. Sofern erforderlich, wird in den nachfolgenden Ausführungen zwischen diesen verschiedenen Angeboten unterschieden.

Das vorliegende Dokument wird Interessenten im Rahmen der Vertragsanbahnung als vorvertragliche Informationen zur Verfügung gestellt. Da die Inhalte des vorliegenden Dokuments von Zeit zu Zeit angepasst werden, insbesondere auch um gesetzliche oder sonstige aufsichtsrechtliche Anforderungen zu erfüllen, ist die aktuelle Fassung stets über die Internetseite von ESTABLY abrufbar.

2. Erklärung zur Nicht-Berücksichtigung nachteiliger Auswirkungen auf Nachhaltigkeitsfaktoren

Investitionsentscheidungen können nachteilige Auswirkungen auf die Umwelt (z.B. Klima, Wasser, Artenvielfalt), auf soziale- und Arbeitnehmerbelange haben und auch der Bekämpfung von Korruption und Bestechung abträglich sein. ESTABLY ist bestrebt, der Verantwortung als Wertpapierinstitut gerecht zu werden und dazu beizutragen, derartige nachteilige Auswirkungen auf der Ebene des Unternehmens zu vermeiden.

Da die entsprechenden regulatorischen Vorgaben (deren Gegenstand unter anderem die vorliegende Pflichtveröffentlichung ist) zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Dokuments noch nicht vollständig veröffentlicht sind, kann ESTABLY derzeit auch noch keine verbindliche Erklärung dahingehend abgeben, dass (und in welcher Art und Weise) nachteilige Auswirkungen von Investitionsentscheidungen auf Nachhaltigkeitsfaktoren berücksichtigt werden.

Daher erklärt ESTABLY nachteilige Auswirkungen von Investitionsentscheidungen auf Nachhaltigkeitsfaktoren bis auf Weiteres nicht verbindlich zu berücksichtigen. Sobald die entsprechenden regulatorischen Vorgaben vollständig veröffentlicht sind, wird ESTABLY diese Vorgaben prüfen sowie die Position im Hinblick auf nachteilige Auswirkungen von Investitionsentscheidungen auf Nachhaltigkeitsfaktoren erneut bewerten und ggf. anpassen.

3. Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsrisiken

Als Unternehmen möchten wir einen Beitrag leisten zu einem nachhaltigeren, ressourceneffizienten Wirtschaften mit dem Ziel, insbesondere die Risiken und Auswirkungen des Klimawandels zu verringern.

In unserem Investmentprozess werden E (Environmental/Umwelt), S (social/sozial) und G (Governance/Unternehmens- und/oder Staatsführung) -Kriterien (ESG-Kriterien) betrachtet. Nachhaltigkeitsrisiken, welche sich aus der Analyse der ESG-Kriterien ergeben, werden mit Blick auf ihre finanzielle Wirkung kontinuierlich analysiert und die sich hieraus ergebenden Erkenntnisse zu den Nachhaltigkeitsrisiken einzelner Emittenten im Rahmen des Investmentprozesses bei der Bewertung der Ertrags- und Risikoeinschätzung berücksichtigt. Nachhaltigkeitsrisiken sind Ereignisse oder Bedingungen aus den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (ESG), deren Eintreten tatsächlich oder potenziell wesentliche negative Auswirkungen auf den Wert der Investitionen haben können. Nachhaltigkeitsrisiken können auf alle bekannten Risikoarten einwirken und als Faktor zur Wesentlichkeit dieser Risikoarten beitragen. Die Betroffenheit, Wahrscheinlichkeit und Schwere von Nachhaltigkeitsrisiken unterscheidet sich je nach Branche, Geschäftsmodell und Nachhaltigkeitsstrategie des Emittenten.

Die Analyse der Nachhaltigkeitsrisiken erfolgt auf Basis von öffentlich verfügbaren Informationen der Emittenten (z.B. Geschäfts- und Nachhaltigkeitsberichte) oder einem internen Research sowie unter Verwendung von Daten und ESG-Ratings von Research- bzw. Ratingagenturen. Die Gesellschaft setzt ein Non-Financial-Risk-Komitee als Kontrollinstrument ein, welches kontinuierlich die Bewertung von Nachhaltigkeitsrisiken einzelner Emittenten überprüft und konkrete Vorgaben für das unter Nachhaltigkeitsrisiken investierbare Anlageuniversum gibt. Hierzu gehören neben Informationen auf Einzelemittentenebene ebenso Einschätzungen, welche auf Basis einer globalen Wirtschaftsanalyse getroffen werden (Einfluss von ESG-Kriterien auf das Wirtschaftswachstum oder die soziodemographischbedingte Nachfragesituation). Hierbei wird bis auf Branchenebene beleuchtet, wie ESG-Kriterien makroökonomische Trends bilden.

Weiterhin erhalten die Mitarbeiter des Unternehmens regelmäßig umfassende Schulungen und Weiterbildungen zum Thema Nachhaltigkeit.

Nachhaltigkeitsrisiken können sich im Investmentprozess negativ auf die Rendite der Anlagestrategie auswirken. Insbesondere können diese zu einer wesentlichen Verschlechterung der Finanzlage, der Rentabilität oder der Reputation der Emittenten führen und sich erheblich auf das Bewertungsniveau der Investition auswirken. Die von ESTABLY angebotenen Anlagestrategien berücksichtigen nicht die EU-Kriterien für ökologisch nachhaltige Wirtschaftsaktivitäten.

Die Wertentwicklung der Anlagestrategie kann durch Nachhaltigkeitsrisiken beeinflusst werden. Nachhaltigkeitsrisiken im Sinne der Verordnung (EU) 2019/2088 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 27. November 2019 über nachhaltigkeitsbezogene Offenlegungspflichten im Finanzdienstleistungssektor sind Ereignisse oder Bedingungen aus den Bereichen Umwelt, Soziales oder Unternehmensführung, deren Eintreten tatsächlich oder potenziell wesentliche negative Auswirkungen auf den Wert der Investition der Portfolios haben könnten. Nachhaltigkeitsrisiken können auf alle bekannten Risikoarten einwirken und als Faktor zur Wesentlichkeit dieser Risikoarten beitragen. Beispielhaft sind die nachfolgend genannten Risikoarten Marktrisiko, Liquiditätsrisiko, Kontrahentenrisiko und operationelles Risiko zu nennen.

Art und Weise der Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsrisiken

ESTABLY berücksichtigt beim Investmentprozess Nachhaltigkeitsrisiken.

Es findet jedoch weder eine Bewerbung ökologischer oder sozialer Merkmale noch eine Bestrebung zur Einhaltung von Nachhaltigkeitszielen im Sinne der Verordnung (EU) 2019/2088 und der EU-Kriterien für ökologisch nachhaltige Wirtschaftsaktivitäten sowie keine Mindestanteile solcher Investitionen statt.

Von MSCI werden sogenannte ESG-Ratings berechnet, welche bewerten inwieweit Unternehmen die genannten Nachhaltigkeitsindikatoren in den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung berücksichtigen. Diese ESG-Ratings werden von ESTABLY zur Berücksichtig der Nachhaltigkeitsrisiken herangezogen. Um Greenwashing vorzubeugen, wird das externe MSCI ESG-Ratings für die Berücksichtigung der Nachhaltigkeitsrisiken herangezogen.

Berücksichtigen diese Anlagestrategien wesentliche nachteiligen Auswirkungen auf Nachhaltigkeitsfaktoren?

Nein, diese Anlagestrategien berücksichtigen derzeit keine wesentlichen nachteiligen Auswirkungen auf Nachhaltigkeitsrisiken.

Methoden zur Messung der Förderung der ökologischen und sozialen Merkmale

Im Anlageuniversum von ESTABLY, werden Unternehmen hinsichtlich einer Vielzahl von quantitativen und qualitativen Kriterien ausgewählt. Es werden Unternehmen ausgeschlossen, die Landminen, Streumunition und Atomwaffen herstellen oder die gegen den sogenannten Global Compact der Vereinten Nationen verstossen.

Zusätzlich evaluiert ESTABLY die Investitionen anhand deren ESG-Score. Der Ansatz bei der Berechnung des ESG Quality Scores ist eine regelbasierte Methodik, um die Widerstandsfähigkeit von Unternehmen gegen langfristige Risiken aus den Bereichen Environment, Social und Governance zu messen. Dabei werden Unternehmen auf einer Skala von „AAA“ bis „CCC“ bewertet, abhängig von den jeweiligen für die Branche relevanten ESG-Risiken und der Fähigkeit von Unternehmen, diese Risiken im Vergleich zu Wettbewerbern zu managen. Je höher der ESG Quality Score, desto besser für die Umwelt.

Datenquellen und Datenverarbeitung

ESTABLY arbeitet mit einem der weltweit führenden Anbieter für Nachhaltigkeitsdaten zusammen: MSCI ESG-Research via yoursri.com. Diese Daten ermöglichen es uns, unseren verantwortungsbewussten Ansatz in die ETF-Selektion zu integrieren. Dabei werden öffentlich zu­gängliche Dokumente der Unternehmen und Daten aus alternativen Quellen, einschließlich sol­che von Regierungen, Behörden und Nichtregierungsorganisationen, ausgewertet. Ferner greift MSCI ESG Research LLC für die Datenbeschaffung auf über 3.400 Medien zu. Diese Ratings werden im regelmässig stattfindenden Investmentkomitee auf deren Plausibilität hin kritisch geprüft.

Sorgfaltspflicht

ESTABLY bezieht ESG Ratings vom Anbieter MSCI via yoursri.com.

Referenzbenchmark

ESTABLY hat als Benchmark für die Value 100 Green Strategie folgende Benchmark festgelegt: 63% MSCI World ESG, 27% Euro Stoxx 50 ESG, 10% Cash

Nachhaltige Anlagestrategie

ESTABLY berücksichtigt bei der Strategie «Value 100 Green» Unternehmen welche gewissen ESG Standards entsprechen.

Art und Weise der Einbeziehung von Nachhaltigkeitsrisiken

Die Strategie «Value 100 Green» bewirbt daher Nachhaltigkeit in den Bereichen Umwelt (Environment), Soziales (Social) und Unternehmensführung (Governance), strebt jedoch kein Nachhaltigkeitsziel im Sinne der Verordnung (EU) 2019/2088 und der EU-Kriterien für ökologisch nachhaltige Wirtschaftsaktivitäten sowie keine Mindestanteile solcher Investitionen an.

 Welche ökologischen und/oder sozialen Merkmale werden durch die Anlagestrategie beworben?

Bei der Auswahl der Unternehmen werden zusätzlich zu den Auswahlkriterien in den nicht-nachhaltigen Anlagestrategien die drei Aspekte der Nachhaltigkeit (Umwelt, Soziales und Unternehmensführung) berücksichtigt. ESTABLY wählt dabei aus dem Investmentuniversum, welches den klassischen ESTABLY Strategien zugrunde liegt, vorrangig Unternehmen aus, bei deren Zusammensetzung gewisse ESG-Standards berücksichtigt werden.

In der Regel können dabei unter anderem die folgenden Indikatoren berücksichtigt werden:

Umwelt (Environmental)

  • Ausschluss von Unternehmen, deren Haupteinnahmequelle in der Energiegewinnung durch Kohle liegt; und
  • Ausschluss von Unternehmen, die in die Gewinnung von Öl aus Ölsand oder den Abbau von Ölsand involviert sind.
 

Soziales (Social)

  • Ausschluss von Unternehmen, deren Haupteinnahmequelle im Verkauf oder Vertrieb von Tabakwaren liegt; und
  • Ausschluss von Unternehmen, die in Geschäfte mit zivilen und gesellschaftlich umstrittenen Waffen oder Atomwaffen involviert sind; und
  • Einhaltung hoher Standards bei Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz.
 

Unternehmensführung (Governance)

  • Einhaltung der Prinzipien (u.a. Einhaltung von Menschenrechten) des globalen Pakts der UN (“United Nations Global Compact”); und
  • Berücksichtigung von Verstößen gegen Wettbewerbsregeln und Korruptionsgesetze.
 

Von MSCI werden umstrittene Geschäftsfelder analysiert, die bewerten inwieweit die Unternehmen die genannten Indikatoren berücksichtigen.

Diese Einstufung wird von ESTABLY bei der Auswahl der Unternehmen für die Strategie Value 100 Green herangezogen.

Transparenz der Vergütungspolitik im Zusammenhang mit der Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsrisiken

Die Strategien unseres Unternehmens zur Einbeziehung von Nachhaltigkeitsrisiken fließen auch in die unternehmensinternen Organisationsrichtlinien ein. Die Beachtung dieser Richtlinien ist maßgeblich für die Bewertung der Arbeitsleistung unserer Mitarbeiter und beeinflusst damit maßgeblich die künftige Gehaltsentwicklung. Insoweit steht die Vergütungspolitik im Einklang mit unseren Strategien zur Einbeziehung von Nachhaltigkeitsrisiken.