Wieso die Reichen immer Reicher werden

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Wodurch die Reichen immer reicher werden

Das weltweite Privatvermögen überschreitet erstmals die Marke von 200 Billionen USD, gemäss dem Global Wealth Report 2018 der Boston Consulting Group (BCG). Die Hälfte des weltweiten Vermögens besitzen Millionäre. Die meisten Millionärshaushalte liegen in den USA – gefolgt von China, Japan, Grossbritannien und der Schweiz.

Im internationalen Vergleich profitierten die Deutschen und Österreicher weniger vom Vermögenszuwachs in den vergangenen Jahren. 2017 stiegen die Vermögenswerte weltweit um 7,1% an. Deutsche und Österreicher steigerten ihr Vermögen lediglich um 5,1% und 4,4%.

Der Grund für das geringere Wachstum im Vergleich zum internationalen Durchschnitt liegt laut Studie am stark konservativen Anlageverhalten. 36% des deutschen und 38% des österreichischen Privatvermögens, sind in Spareinlagen sowie Bargeld angelegt und erwirtschaften deshalb so gut wie keine Zinsen. Gerade einmal 19% des deutschen und 29% des österreichischen Privatvermögens liegen gemäss Studie in Aktien und Fonds. Zum Vergleich: Weltweit sind 35% des privaten Vermögens in Aktien und Fonds, und nur 27% des Vermögens in Spareinlagen oder Bargeld investiert.

Der Allianz Global Wealth Report bestätigt die Ergebnisse der BCG Studie. Deutsche und österreichische Anleger arbeiten hart für ihr Geld, lassen das Geld dann aber nicht für sich arbeiten. Das ist der Grund, weshalb die Reichen immer Reicher werden. Sie lassen ihr Geld weiter für sich arbeiten.

Vorbild in der Veranlagung sind neben Family Offices und Vermögensverwaltungen von grossen Familienvermögen (die Grossteils durch einen unternehmerischen Hintergrund entstanden sind) auch Staatsfonds. Grosse Staatsfonds investieren ebenso einen Grossteil ihres Vermögens in Sachwerte wie Immobilien und Aktien – weil Sie vor allem langfristige Investoren sind, die den Wert des Ihnen anvertrauten Kapitals erhalten wollen. Der norwegische Staatsfonds (Government Pension Fund Global), der weltweit grösster Fonds seiner Art, investiert über 66% seines Vermögens in Aktien. Mittlerweile hält er 1,4 % aller Aktien weltweit. (Stand Sept. 2018)

Ähnliche Quoten erreicht der Staatsfonds aus Abu Dhabi (Abu Dhabi Investment Authority) mit rund 67% Aktien sowie der Staatsfonds aus Singapur (Government of Singapore Investment Corporation) mit einer 65% Quote an weltweiten Aktien. (Stand Sept. 2018). Es folgen Staatsfonds aus China, Kuwait oder auch Saudi-Arabien, die einen Grossteil ihres Vermögens in Unternehmensbeteiligungen investieren.

Die grosse Gemeinsamkeit der Investoren

All diese grossen und sehr professionellen Investoren verfolgen ein gemeinsames Ziel – langfristiger Schutz und Vermehrung, des ihnen anvertrauten Vermögens. Und das unabhängige, aber gemeinsame Mittel der Wahl ist, einen Grossteil des Vermögens in Aktien zu investieren. In der Vergangenheit erzielten die Staatsfonds mit dieser Veranlagung sehr attraktive Renditen. Stattliche 6% erwirtschaftete der norwegische Staatsfonds jährlich im Durchschnitt – seit seiner Auflegung 1998. Schwierige Jahre, wie die Finanzkrise 2008 mit einem Minus von 23% sind da mit eingerechnet. (Stand Sept. 2018)

Zur Stabilisierung des Schweizer Frankens sah sich die Schweizer Nationalbank gezwungen, enorme Geldmengen zu drucken. Damit das gedruckte Geld nicht ausschliesslich in anderen Währungen (reine Geldforderungen) veranlagt wurde, ergänzten die Schweizer zur Absicherung Unternehmensbeteiligungen (Sachwerte) und zählen damit zu den grössten Teilhabern von Apple, Amazon und Facebook.

Die Vermögensfehlallokation

Dass Österreicher und Deutsche, deren Wirtschaft von Millionen mittelständischer Unternehmen getragen wird, nicht stärker in Aktien investieren, bedeutet eine massive volkswirtschaftliche Vermögensfehlallokation. Der Wohlstand beider Länder entstand durch die kleinen und mittelständischen Unternehmen. Es ist kein Zufall, dass die wohlhabendsten Menschen dieser Welt ihr Vermögen vor einem unternehmerischen Hintergrund aufgebaut haben. Das verdeutlicht, was die Grundlage von nachhaltigem Vermögensaufbau ist: Die unternehmerische Beteiligung.

Investor = Miteigentümer

Das ermöglichen die Börsen. Dort kann man durch einfachste Mittel Miteigentümer an einem Unternehmen (Aktionär) werden. Vor allem, wenn man von dessen Geschäftsmodell und Zukunftsaussichten überzeugt ist. Uns so lässt sich unkompliziert vom wirtschaftlichen Erfolg «seines» Unternehmens profitieren. Den Erfolg davon belegen die Zahlen vom Anfang dieses Artikels.

 

 

 

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