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Wir lassen uns nicht infizieren! Unsere Strategie in Zeiten des Coronavirus

26. Februar 2020 | Aktuelles

Aus aktuellem Anlass möchten wir unsere Gedanken, Strategien und Tipps im Zusammenhang mit unseren Investments und dem Coronavirus preisgeben.

Unser Virenschutz: Risikomanagement

Vorab wollen wir auf unsere Risikomanagement Philosophie hinweisen:

Gutes Risikomanagement beginnt in unseren Augen generell zum Zeitpunkt der Auswahl der Unternehmen sowie bei der Portfoliozusammensetzung, und nicht erst zum Zeitpunkt diverser Krisen. Wenn wir neue Unternehmen in unsere Portfolios aufnehmen, berücksichtigen wir bereits, ob diese Unternehmen nachhaltig unbeschadet diverse Krisen überleben können.

Die aktuellen Entwicklungen

Die Lage hat sich durch den rapiden Anstieg von neuen Fällen in Südkorea und Italien innerhalb kurzer Zeit nun drastisch verändert und die Gefahr einer globalen Ausbreitung ist aktuell wieder deutlich gestiegen.Die fundamentalen Auswirkungen auf unsere Portfoliounternehmen werden je nach Markt und Industrie unterschiedlich ausfallen. Einerseits übernehmen unsere chinesischen Unternehmen aufgrund ihrer Tätigkeiten im Bereich E-Commerce, als digitale Plattformen oder als Cloud Dienstleister eine äußerst wichtige Rolle ein, um die Lebensbedürfnisse in betroffenen Regionen zu befriedigen und den Einschränkungen im chinesischen Alltag entgegen zu wirken. Auf der anderen Seite sehen wir zum Beispiel mittelfristige Risiken in der Luftfahrt, sowie operative Risiken für unsere industriellen Unternehmen mit globaler Lieferkette.

Unsere Unternehmen bleiben attraktiv

Fiat Chrysler hat Mitte Februar bekannt gegeben, eine Fabrik in Serbien vorübergehend zu schließen, da wichtige elektronische Komponenten im Fiat 500L aus China nicht geliefert werden konnten. Auch wenn das Werk für das Gesamtergebnis eine geminderte Rolle spielt, zeigt der Vorfall die Abhängigkeit der Produktion von einer funktionierenden, globalen Lieferkette und mögliche Auswirkungen bei kurzfristigen Engpässen.

Neben Fiat Chrysler sehen wir operative Risiken bei unserem Automobilzulieferer Linamar, dem Chemiekonzern Chemours, sowie dem Triebwerkshersteller Rolls Royce (auch wenn die Triebwerke und Komponenten zum Großteil in Europa hergestellt werden, ist das Unternehmen als Zulieferer für Boeing und Airbus in gleicher Weise von deren Lieferkette abhängig).

Bei allen oben genannten Unternehmen werden unserer Auffassung nach bereits wesentliche operative als auch makroökonomische Risiken in der aktuellen Bewertung berücksichtigt. Wir sehen weiterhin ein attraktives Risikoverhältnis für langfristige Investoren, welche die Geduld und den Mut haben, diese Phase zu überdauern.

Keine permanenten Probleme zu erwarten

Während es durch die Verschiebungen der Aktienkurse zu kurzfristigen wirtschaftlichen Auswirkungen kommen kann, antizipieren wir bei unseren Unternehmen keine permanenten Probleme – wir sehen langfristig weiterhin unverändertes Wertsteigerungspotential. Wie immer können die Aktienkurse vorübergehend ein anderes Bild der Realität zeichnen, doch gerade in so einer Phase ist es wichtig, Ruhe zu bewahren.

Unsere Strategie

Wir bleiben unserer langfristig- und qualitätsorientierten Anlagestrategie unverändert treu und werden weiterhin in der jeweils vorab definierten Vermögensallokation nahezu vollständig investiert sein. Auch in Krisenphasen gilt: nur wer vollständig oder nahezu vollständig investiert ist, hat die Garantie, auch all die guten Tage und Monate, die vor allem in diesen Phasen unvorhergesehen kommen, vollständig mitzunehmen. Auf besonders schlechte Tage folgen oft besonders gute Tage, wer dann nicht dabei ist mindert seine langfristigen Ertragschancen mitunter drastisch.

Wir verfolgen die fordernde neue Situation mit entsprechendem Respekt und analytischem Kalkül, um Ihr Vermögen mittel- und langfristig bestmöglich zu schützen und zu vermehren.

Unser Tipp für Sie

Wie in jeder Krise ist es wichtig, die Vernunft zu wahren und nicht in Panik zu verfallen. Das gilt insbesondere, falls sich der Virus über die italienischen Grenzen hinaus in Europa ausbreiten sollte. Die Nachrichtenlage im deutschsprachigen Raum würde sich dann sehr schnell deutlich eintrüben, die Anzahl an Hiobsbotschaften von selbsternannten Finanzpropheten dramatisch zulegen. Ihre allgemeine Glaubwürdigkeit bleibt dabei jedoch unverändert niedrig, sie finden in solchen Phasen nur leider deutlich mehr Gehör als sonst. Anleger, welche dem Ruf folgen, werden in der Regel zwar von kurzfristigem Leid weiterer Verluste befreit, der Preis ist aber oft extrem teuer, denn in der Regel verabsäumen sie, rechtzeitig wieder in Aktien zu investieren und lassen langfristig deutlich mehr entgangene Gewinne auf der Strecke.

Machen Sie es wie Homer

Sollte es schwierig werden, der Versuchung Stand zu halten, empfehlen wir das Problem der Selbstkontrolle analog Odysseus in Homers Geschichte mit den Sirenen zu lösen. Um dem Gesang der Sirenen zu wiederstehen und nicht dadurch Schiffbruch zu erleiden, hat er seiner Mannschaft die Ohren mit Wachs zugestopft und sich selbst an den Mast gebunden, um nicht ans Steuer zu kommen. Analog lautet unser Ratschlag, falls es schlimmer wird: schauen sie für eine längere Zeit nicht in ihre Portfolios und meiden sie möglichst alle Finanznachrichten. Die Erfahrung und Wissenschaft haben die positiven Effekte dieser Vorgehensweise mehrmals bewiesen. Wir halten unsere Ohren für Sie in der Zwischenzeit offen und achten auf die wichtigen Signale und meiden das Rauschen. In puncto Gesang der Finanzpropheten sind wir glücklicherweise von Haus aus taub.

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