Börsenwissen leicht gemacht

Trading Lexikon

Außerbörslicher Handel

Hier im Trading-Wiki erhalten Sie wissenswerte Artikel rund um das Thema Börse. In diesem Artikel erfahren Sie alles rund um den außerbörslichen Handel.

Inhalt

In den Vereinigten Staaten findet der offizielle Handel börsentäglich zwischen 09:30 Uhr und 16:00 Uhr (New Yorker Ortszeit) statt. Traditionell werden in dieser Zeitspanne die höchsten Handelsvolumina verzeichnet. Gleichzeitig können Sie mit Ihrem Wertpapierdepot aber auch am vorbörslichen US-Trading teilnehmen (auch außerbörslicher Handel genannt). Hier öffnen verschiedene Handelsplätze ihre Pforten bereits morgens um 4:00 Uhr und schließen erst um 20:00 Uhr. In der Regel veröffentlichen US-Firmen ihre Quartalsberichte außerhalb der klassischen Handelszeiten. Daher ist es gerade für News-Trader von entscheidender Bedeutung, über einen stabilen Zugang zum vorbörslichen und nachbörslichen US-Handel zu verfügen.

Allerdings sind beim außerbörslichen Handel verschiedene Besonderheiten zu beachten. In den Zeiträumen kurz nach 4:00 Uhr und kurz vor 20:00 Uhr ist die Liquidität an den Märkten im Vergleich zu anderen Zeiten relativ gering. Dies hat zur Folge, dass die Spreads, insbesondere bei Nebenwerten, zu diesen Zeitpunkten deutlich höher sind. Entsprechend empfiehlt es sich, Wertpapieraufträge immer streng zu limitieren und nach Möglichkeit vorab die Markttiefe über das Orderbuch zu überprüfen. 

Zudem ist die Volatilität bei der Veröffentlichung von relevanten Unternehmensmeldungen besonders hoch. Dies liegt daran, dass bedeutende Nachrichten wie eine Prognoseerhöhung oder Gewinnwarnung die Neubewertung einer Aktie zur Folge haben können. Obwohl diese Form des Tradings herausfordernd sein kann, ist sie potenziell sehr lukrativ. Wenn Sie in der Lage sind, Meldungen fundamental präzise einzuordnen und Sie ein gutes Gespür dafür haben, welchen Einfluss Nachrichten auf die Kursentwicklung haben, können Sie von den Marktveränderungen profitieren.

Darstellung eines Charts anhand der New Yorker Skyline

Außerbörslicher Handel in Deutschland

Am heimischen Kapitalmarkt findet der liquideste Handel während der Xetra-Öffnungszeiten zwischen 09:00 Uhr und 17:35 Uhr statt. Das offizielle Trading startet mit einer Eröffnungsauktion und endet mit einer Schlussauktion. Darüber hinaus können Sie aber auch an anderen Börsenplätzen zwischen 08:00 Uhr und 22:00 Uhr handeln. Dies kann insbesondere für Privatanleger, die tagsüber berufstätig sind, sinnvoll sein. Beachten Sie jedoch, dass die Liquidität gerade zu den Randzeiten (20:00 Uhr bis 22:00 Uhr) vergleichsweise gering ist und daher die Bid-Ask-Spannen gerade bei Nebenwerten relativ breit sein können.

Da am außerbörslichen deutschen Handel zumeist Privatanleger teilnehmen und institutionelle Investoren häufig ihre großen Orders zu den offiziellen Börsenzeiten abwickeln, kann es insbesondere vor 09:00 Uhr zu anderen Preisen am Markt kommen als nach der Xetra-Eröffnung. So können unterschiedliche Interpretationen von Nachrichten durch Privatanleger beim Übergang vom außerbörslichen Handel zum regulären Trading um 09:00 Uhr deutliche Kursbewegungen auslösen.

Ausschlaggebend für die Kursentwicklung im außerbörslichen Handel ist zumeist die Quotierung am liquidesten Marktplatz. Der Marktplatz Tradegate verzeichnet zumeist die höchsten Handelsvolumina. Auch wenn Tradegate mittlerweile als offizielle Börse gilt, so stufen viele langjährige Händler diese Plattform als den bedeutendsten außerbörslichen Handelsort ein.

Handel mit Kryptowährungen auf außerbörslichen Plattformen

Kryptowährungen werden in der Regel nicht an klassischen Börsen, sondern auf außerbörslichen Plattformen gehandelt. Allerdings ist diese Art des Tradings nicht mit Tradegate vergleichbar, da hier die Regulierung weitaus geringer sein kann, was eine mögliche Intransparenz begünstigt.

Fazit

Erfahrene Trader können im außerbörslichen Handel durch clevere Strategien hohe Gewinne erzielen, wodurch dieser Handelsplatz für sie attraktiv sein kann. Allerdings lauern hier aufgrund der geringeren Liquidität und höheren Volatilität auch höhere Risiken. Dies kann insbesondere bei Börsenneulingen zu negativen Überraschungen führen. 

Dennoch kann es nach einer außerbörslichen Gewinnwarnung sinnvoll sein, schnell zu handeln, um mögliche Kursverluste zu vermeiden. Nach einer positiven Unternehmensmeldung kann ein schneller Aktienkauf jedoch auch vorteilhaft sein, da Kurse oftmals nach einem ersten Anstieg ihre freundliche Tendenz bis zur Eröffnung des regulären Xetra-Tradings fortsetzen.

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