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Calendar Spread

In diesem Artikel erfahren Sie, was die Calendar Spread Optionsstrategie ist, und wie Sie sie für sich gewinnbringend einsetzen können.

Inhalt

Konstruktion der Neutral Calendar Spread Optionsstrategie

Verkauf 1 ATM Call (kurzlaufend)
Kauf 1 ATM Call (langlaufend)

Eine Neutral Calendar Spread Strategie besteht aus einem kurzlaufenden verkauften ATM Call und einem langlaufenden gekauften ATM Call. Der Investor möchte mit dem kurzlaufenden Call vom Zeitwertverfall profitieren und geht davon aus, dass sich das Underlying in naher Zukunft kaum bewegt.

Übersicht Calendar Spread Optionsstrategie

  • Maximaler Verlust: begrenzt
  • Maximaler Profit:  begrenzt
  • Marktumfeld: neutral
  • Volatilität: niedrig
  • Berechnung des maximalen Gewinns: Eingenommene Prämie – Zeitwertverfall des gekauften Calls
  • Berechnung des maximalen Verlusts: Gesamtprämie (erhaltene Prämie – bezahlte Prämie)
Neutral Calendar Spread Grafik

Beispiel

Ein Investor ist der Meinung, dass sich der Kurs der Aktie ABC, welcher aktuell (Juni) bei $40 liegt, in den nächsten Monaten seitwärts bewegen wird. Daher setzt er einen Neutral Calendar Spread auf, indem er einen 40er Call mit Laufzeit Oktober kauft und einen 40er Call mit Laufzeit Juli verkauft. Der Investor bezahlt für den gekauften Call $400 und bekommt für den verkauften Call $200 (Gesamtprämie -$200). 

Szenario 1:

Der Preis der Aktie ABC bewegt sich wie erwartet und steht im Juli bei $40. Somit verfällt der verkaufte Call wertlos. Der gekaufte 40er Call mit Laufzeit Oktober hat noch einen Wert von $350 und kann vom Investor verkauft werden. Das führt zu einem Gesamtgewinn von $150 (Gesamtprämie -$200 + Verkauf Oktober 40er Call $350).

Szenario 2:

Der Preis der Aktie ABC notiert zum Laufzeitende im Oktober bei $37. Dadurch verfallen beide Optionen wertlos und der Investor macht einen Verlust von $200 (Gesamtprämie). Das ist auch der maximal mögliche Verlust für den Investor.

Die Besonderheit bei dieser Strategie ist, dass der Investor bei Ablauf der kurzfristigen Option entscheiden muss, wie er mit der langfristigen Option umgeht. Die Entscheidung hängt stark davon ab, wie der Investor die zukünftige Entwicklung des Underlyings einschätzt. Schätzt er die Volatilität weiterhin niedrig ein, könnte er einen weiteren kurzfristigen Call verkaufen. Glaubt der Investor, dass die Volatilität steigen wird, wird er voraussichtlich am langfristigen Call festhalten, um von eventuellen Aufwärtsbewegungen zu profitieren.

Die Optionsstrategie „Neutral Calendar Spread“ bietet dem Investor begrenzte Gewinnmöglichkeiten bei ebenso limitiertem Risiko. Die Strategie wird am besten verwendet, wenn der Investor davon ausgeht, dass sich das Underlying seitwärts bewegt. Ähnliche Strategien sind „Long Put Butterfly“, „Iron Condors“ und „Iron Butterfly“.

Konstruktion der Calendar Straddle Optionsstrategie

Verkauf 1 Straddle (kurzlaufend)
Kauf 1 Straddle (langlaufend)

Die Calendar Straddle Strategie besteht aus einem kurzlaufenden verkauften Straddle und einem langlaufenden gekauften Straddle. Der Investor möchte mit dem kurzlaufenden Straddle vom Zeitwertverfall profitieren und geht von geringer Volatilität in naher Zukunft aus.

Übersicht Calendar Straddle Optionsstrategie

  • Maximaler Verlust: begrenzt
  • Maximaler Profit:  begrenzt
  • Marktumfeld: neutral
  • Volatilität: niedrig
  • Berechnung des maximalen Gewinns: Eingenommene Prämie – Zeitwertverfall des gekauften Straddle (langlaufend)

Beispiel

Ein Investor ist der Meinung, dass sich der Kurs der Aktie ABC, welcher aktuell (Juni) bei $40 liegt, in den nächsten Monaten seitwärts bewegen wird. Daher entscheidet er sich, einen Calendar Straddle aufzusetzen. Dazu verkauft der Investor einen 40er Call und einen 40er Put mit Laufzeit Juli und bekommt dafür $200 an Prämie. Zusätzlich kauft er einen 40er Call und einen 40er Put mit Laufzeit Oktober und bezahlt dafür $400 an Prämie. Somit liegt die Prämie des Investors nach Aufsetzen der Strategie bei -$200 (Kauf Straddle -$400 + Verkauf Straddle $200).

Szenario 1:

Der Preis der Aktie ABC steht im Juli bei $40. Somit verfallen der verkaufte Call und der verkaufte Put wertlos. Der gekaufte 40er Call und der gekaufte 40er Put mit Laufzeit Oktober haben noch einen Wert von je $175 und können vom Investor verkauft werden. Das führt zu einem Gesamtgewinn von $150 (Gesamtprämie -$200 + Verkauf Oktober 40er Call und 40er Put $350).

Szenario 2:

Der Preis der Aktie ABC notiert im Juli bei $60. Der kurzlaufende Straddle hat einen Wert von $2000, da der Put wertlos verfällt, aber der Call einen inneren Wert von $2000 hat. Der langlaufende Straddle hat auch einen Wert von $2000, da der gekaufte Call $2000 wert ist. Der gekaufte Put hat keinen Wert mehr. Somit kann durch den Verkauf des langlaufenden Straddle der Verlust des kurzlaufenden Straddles neutralisiert werden. Daraus ergibt sich in diesem Szenario ein Verlust von $200, welcher der Gesamtprämie nach Aufsetzen des Trades entspricht.

Die Besonderheit bei dieser Strategie ist, dass der Investor bei Ablauf der kurzfristigen Option entscheiden muss, wie er mit der langfristigen Option umgeht. Die Entscheidung hängt stark davon ab, wie der Investor die zukünftige Entwicklung des Underlyings einschätzt. Schätzt er die Volatilität weiterhin niedrig ein, könnte er einen weiteren kurzfristigen Straddle verkaufen. Glaubt der Investor, dass die Volatilität steigen wird, wird er voraussichtlich am langfristigen Straddle festhalten, um von eventuellen Aufwärtsbewegungen zu profitieren.

Die Optionsstrategie „Calendar Straddle“ bietet dem Investor begrenzte Gewinnmöglichkeiten bei ebenso limitiertem Verlustrisiko. Die Strategie wird am besten verwendet, wenn der Investor davon ausgeht, dass sich das Underlying seitwärts bewegt. Ähnliche Strategien sind „Neutral Calendar Spread“, „Iron Condors“ und „Long Butterfly“.

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